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Tencent Marvis vs. ChatGPT / Claude: Welche KI fühlt sich im Büroalltag wirklich wie eine echte Assistenz an?

MarvisChatGPTClaudeUnternehmenssoftwareLokaler ModusSystemnahe KIKI-Assistent

Öffentlicher Screenshot von Marvis im Büroeinsatz

Wenn du mich fragst, worin sich Marvis am stärksten von ChatGPT und Claude unterscheidet, dann lautet meine Antwort nicht: Welches Modell ist intelligenter?

Sondern:

Welches Produkt lässt sich im echten Unternehmensalltag näher an reale Arbeit anbinden.

Ich habe mir dafür mehrere öffentliche Praxistests angesehen und bewusst auf sehr konkrete Office-Abläufe geachtet:

  • Wochenberichte schreiben
  • Meeting-Notizen aufbereiten
  • Verträge prüfen
  • Daten analysieren
  • Dateien finden
  • Den Computer bedienen
  • Aufgaben auf dem PC per Smartphone aus der Ferne erledigen

Danach war mein Eindruck ziemlich klar:

Wenn dein Ziel das stärkste allgemeine Chat-Erlebnis oder möglichst lange Kontextfenster fürs Schreiben sind, haben ChatGPT und Claude jeweils weiter ihre Stärken. Wenn du KI aber wirklich mit dem Computer, lokalen Dateien und Unternehmensprozessen verbinden willst, geht Marvis eher in Richtung einer systemnahen Assistenz.

Das Fazit vorweg

  • Stand 29. Juni 2026 liegt der Kernunterschied zwischen Marvis und ChatGPT / Claude laut öffentlichen Tests nicht darin, „wer menschlicher klingt“, sondern darin:
    1. Marvis setzt stärker auf systemnahe Ausführung und lokale Dateien
    2. ChatGPT ist stärker bei Ökosystem, Plugins und allgemeiner Dialog-Erfahrung
    3. Claude ist stärker bei langen Dokumenten und komplexem Schreiben
  • Wenn dir besonders wichtig sind:
    • lokaler Modus
    • Datenschutz
    • Word / Excel / Dateien / Desktop-Aufgaben
    • PC-Fernsteuerung per Smartphone dann wirkt die Produktform von Marvis näher an echter Büroeinführung im Unternehmen.
  • Wenn dir besonders wichtig sind:
    • ein breiteres Plugin-Ökosystem
    • ein reiferes allgemeines Chat-Ökosystem
    • Schreiben mit sehr langem Kontext dann haben ChatGPT / Claude weiterhin jeweils ihre klaren Vorteile.

Warum es im Unternehmen nicht nur darum geht, ob KI antworten kann, sondern ob sie Aufgaben übernehmen kann

Viele vergleichen KI immer noch primär wie ein Chat-Tool:

  • Wer antwortet schneller?
  • Wer formuliert natürlicher?
  • Wer schreibt den besseren Text?

Im Unternehmensalltag liegt der eigentliche Engpass aber oft nicht beim Antworten selbst, sondern hier:

  • Dateien liegen auf dem lokalen Rechner
  • Daten stecken in Tabellen
  • Verträge müssen als Word-Datei exportiert werden
  • Systemeinstellungen müssen geändert werden
  • Manche Aufgaben müssen mobil erledigt werden
  • Sensible Daten dürfen nicht einfach in die Cloud

Anders gesagt: Im Büro ist das größte Problem oft nicht, dass es keine Antwort gibt, sondern:

Zwischen Antwort und tatsächlicher Aktion liegt noch eine Betriebssystem-Schicht.

Und genau deshalb ist Marvis interessant. Das Produkt will nicht nur ein schlaueres Chatfenster sein, sondern bewegt sich in Richtung:

  • lokale Dateien
  • System-APIs
  • Fernsteuerung
  • Word / Excel
  • Moduswechsel
  • Sicherheitsbestätigung

also in die Bereiche, die echter Arbeit im Unternehmen deutlich näher kommen.

Vergleich 1: Lokaler Modus und Datenschutzgrenzen - Marvis geht einen ganz anderen Weg als ChatGPT / Claude

Im öffentlichen Vergleichsartikel Marvis vs ChatGPT/Claude: Realer Vergleich für Enterprise Office AI werden die Unterschiede sehr direkt benannt:

  • Marvis
    • Hauptvorteile bei Desktop-Dateien, lokalem Modus und Datenschutz
  • ChatGPT
    • Hauptvorteile bei reifem Ökosystem und vielen Plugins
  • Claude
    • Hauptvorteile bei langen Texten und hoher Schreibqualität

Entscheidend ist für mich dabei nicht die bloße Liste an Vor- und Nachteilen, sondern dass damit der realistische Unternehmensunterschied sauber benannt wird:

  • Marvis hat einen lokalen Modus
  • ChatGPT / Claude werden im Mainstream deutlich stärker cloudbasiert genutzt

Die öffentlichen Tests formulieren das ziemlich klar:

  • Marvis im lokalen Modus:
    • Daten verlassen den Rechner nicht
    • besser geeignet für Verträge, Finanzen, HR und andere sensible Unterlagen
  • ChatGPT / Claude:
    • ihre Hauptstärken liegen nicht bei lokalen Datenschutzgrenzen
    • sie hängen stärker an Cloud-Funktionalität

Genau deshalb finde ich: Wer als Einzelperson Inhalte produziert und wer im Unternehmen KI einführt, bewertet diese Tools nach völlig unterschiedlichen Maßstäben.

Ein Einzelanwender schaut zuerst auf das Ergebnis. Ein Unternehmen schaut meist zuerst auf:

  • Bleiben Daten lokal?
  • Müssen Dateien hochgeladen werden?
  • Gibt es einen klaren Moduswechsel?
  • Ist die Sicherheitsgrenze eindeutig?

Vergleich 2: Bei Meeting-Protokollen, Vertragsprüfung und Datenanalyse liegt der Vorteil von Marvis nicht im Mehr-Schreiben, sondern in der Nähe zur Aufgabe

Im öffentlichen Vergleich werden einige besonders relevante Büroszenarien genannt:

  • Meeting-Protokolle aufbereiten
  • Verträge prüfen
  • Daten analysieren
  • Word-Export

Ein sehr einprägsames Fazit dort lautet:

  • Für Meeting-Protokolle wird eher Marvis im lokalen Modus empfohlen
  • Für einfache Vertragsprüfung ebenfalls eher Marvis
  • Für Datenanalyse ebenfalls eher Marvis
  • Für langes Schreiben eher Claude

Die Logik dahinter finde ich ziemlich nachvollziehbar.

Denn diese Aufgaben sind im Unternehmen eben selten nur Text:

  • Meeting-Notizen müssen oft am Ende in Word landen
  • Verträge liegen häufig lokal
  • Datenanalyse bedeutet oft ganz praktisch Excel
  • Das Ergebnis soll nicht nur eine Antwort sein, sondern eine Datei, die man weitergeben kann

In der Praxis ist die typische Anfrage also seltener „Schreib mir einen Absatz“, sondern:

Nutze diese Datei, diese Tabelle und diese lokalen Unterlagen und liefere mir ein Ergebnis, das ich direkt weitergeben kann.

In solchen Fällen liegt die Stärke von Marvis nicht unbedingt darin, schöner zu schreiben als Claude, sondern darin:

näher an Datei und System zu sitzen.

Vergleich 3: Wenn das Smartphone den PC steuert, geht es nicht mehr um Chat, sondern um die Produktform

Öffentliche Grafik zu Marvis im lokalen Modus und mit Systemfunktionen

Das ist für mich der Punkt, an dem Marvis sich von ChatGPT / Claude am deutlichsten als andere Produktkategorie absetzt.

In den öffentlichen Tests Ein Blick auf Marvis: ein KI-Multi-Agent-System, das deinen Computer „übernehmen“ kann und Tencent Marvis im Test: Mit dem Smartphone verbunden und der PC arbeitet wirklich auf Zuruf liegt der Fokus eben nicht nur auf Chat, sondern darauf:

  • den PC-Bildschirm live auf dem Smartphone zu sehen
  • per QR-Code oder dynamischem Code mit demselben Konto zu verbinden
  • Dateien zu suchen, zu komprimieren, E-Mails zu versenden oder WeChat-Nachrichten abzuschicken
  • bei offlineem PC in einen Cloud-Assistentenmodus für leichte Aufgaben zu wechseln

Das zeigt: Auf dieser Achse konkurriert Marvis nicht mehr primär mit ChatGPT / Claude darüber, wer besser formuliert, sondern darüber:

Wer eher wie ein zweiter Bedienkanal für den Computer funktioniert.

Aus den öffentlichen Tests lassen sich noch ein paar Punkte mitnehmen, die für einen Artikel besonders wertvoll sind:

  • keine komplizierte klassische Remote-Desktop-Konfiguration nötig
  • auf dem Smartphone ist kein pixelgenaues Klicken zwingend nötig
  • Aufgaben lassen sich direkt per Text oder Sprache übergeben
  • kritische Operationen sollten weiterhin menschlich bestätigt werden

Damit löst das Produkt eben nicht nur „eine Frage beantworten“, sondern:

Wenn niemand vor dem Rechner sitzt, können Aufgaben auf diesem Rechner trotzdem weiterlaufen.

Gerade im Unternehmensalltag ist das oft sehr viel wert.

Vergleich 4: Systemrechte und Sicherheitsbestätigung - gerade dadurch wirkt Marvis eher wie ein Enterprise-Produkt

Wenn Leute hören, dass KI einen Computer bedienen kann, ist die erste Reaktion oft:

  • Ist das nicht gefährlich?

Gerade hier finde ich ein Signal aus den öffentlichen Tests besonders wichtig: Die Texte verkaufen das nicht als unkontrolliertes Herumspielen im System, sondern betonen:

  • Änderungen an kritischen Systemeinstellungen
  • etwa Registry-Eingriffe oder das Löschen von Systemdateien
  • lösen bei Marvis eine verpflichtende zweite Bestätigung per Dialog aus

Das ist ein zentraler Punkt. Denn Produkte, die in Unternehmen bestehen, müssen nicht „möglichst viel Freiheit“ haben, sondern:

viel Zugriff, aber klare Grenzen.

Nach allem, was öffentlich beschrieben wurde, geht Marvis in diese Richtung:

  • Systemeinstellungen bearbeiten
  • Dateien verarbeiten
  • Remote-Aufgaben ausführen
  • aber kritische Aktionen bestätigen lassen

Das ist für viele Unternehmen näher an realen Sicherheitsanforderungen als ein sehr starkes Modell, das ohne klare Produktgrenzen frei agiert.

Vergleich 5: Hardware und Nutzererlebnis haben ihren Preis - Marvis gewinnt nicht automatisch alles

Ich wollte diesen Artikel bewusst nicht als „Marvis gewinnt immer“ schreiben, weil die öffentlichen Tests durchaus auch sehr praktische Schwächen nennen.

Zum Beispiel:

  • lokaler Modus verlangt mehr Hardware
  • große Dateien können langsamer verarbeitet werden
  • bei komplexen juristischen Begriffen kann Claude weiterhin stärker sein
  • das Plugin-Ökosystem von ChatGPT ist aktuell reifer

In einem der öffentlichen Vergleiche wird sogar eine ziemlich nüchterne Empfehlung formuliert:

  • Wenn Datenschutz oberste Priorität hat, ist Marvis im lokalen Modus die erste Wahl
  • Wenn du sofort breite Integrationen brauchst, ist ChatGPT kurzfristig womöglich praktischer
  • Wenn du extrem lange Dokumente und anspruchsvolles Schreiben bearbeitest, bleibt Claude klar stark

Gerade das macht den Vergleich glaubwürdiger. Denn Unternehmensarbeit ist fast nie Schwarz oder Weiß, sondern:

  • unterschiedliche Aufgaben brauchen unterschiedliche Tools
  • unterschiedliche Risikoniveaus brauchen unterschiedliche Betriebsmodi

So sehe ich diese Produkte auch:

Es geht nicht darum, dass eines alles ersetzt, sondern welches Werkzeug welchen Teil des Workflows besser übernimmt.

Was für mich aus diesen öffentlichen Tests der eigentliche Unterschied ist

Wenn man die verschiedenen öffentlichen Artikel zusammennimmt, wird der Kernunterschied zwischen Marvis und ChatGPT / Claude ziemlich deutlich:

  • Marvis steht eher für:
    • systemnahe Fähigkeiten
    • lokale Dateien
    • Edge- bzw. lokale Betriebsmodi
    • PC-Fernsteuerung per Smartphone
    • tiefere Dateiverarbeitung
    • Systemeinstellungen und Optimierung
  • ChatGPT steht eher für:
    • allgemeine Konversation
    • Ökosystem und Plugins
    • eine reifere Erweiterungsstrategie nach außen
  • Claude steht eher für:
    • Verständnis langer Dokumente
    • Schreibqualität
    • juristische und andere komplexe Textaufgaben

Wenn deine Frage also lautet:

  • „Welches Modell schreibt besser?“ Dann ist Marvis nicht zwangsläufig die beste Antwort.

Aber wenn deine Frage lautet:

  • „Welches Tool fühlt sich eher wie eine systemnahe Assistenz für echte Büroaufgaben an?“ Dann hebt sich Marvis klar ab.

Für welche Teams sich ein früher Test am ehesten lohnt

Teams, die es sofort ausprobieren sollten

  • Teams mit hohem Datenschutzbedarf und starkem Fokus auf lokalen Modus
  • Organisationen, die Verträge, Finanzdaten oder HR-Unterlagen nicht in die Cloud geben wollen
  • Büroteams mit vielen lokalen Dateien, Excel-Sheets, Word-Dokumenten und Desktop-Aufgaben
  • Teams, die PC-Aufgaben mobil per Smartphone anstoßen müssen
  • Organisationen, die Chat-KI in Richtung systemnaher Ausführung weiterentwickeln wollen

Teams, die erst einmal beobachten können

  • Teams, deren Bedarf vor allem Chat, Schreiben und Zusammenfassen ist
  • Teams, die stark von Plugin-Ökosystemen und Dritttool-Integrationen abhängen
  • Teams ohne Bedarf an lokalen Dateien oder Systemoperationen
  • Teams mit schwacher Hardwarebasis, die gleichzeitig stark auf lokalen Modus setzen wollen

Wenn du selbst testen willst, würde ich so vorgehen

  1. Teste nicht nur Chat, sondern nimm echte Büroaufgaben.
  2. Besonders sinnvoll zum Vergleichen sind oft:
    • Meeting-Protokolle
    • Vertragsprüfung
    • Excel-Datenanalyse
    • lokale Dateisuche
    • PC-Fernsteuerung per Smartphone
  3. Achte nicht nur auf die Textqualität, sondern vor allem auf:
    • Müssen Daten in die Cloud?
    • Läuft die lokale Dateiverarbeitung sauber?
    • Funktionieren Word- / Excel-Lieferobjekte sauber?
    • Spart die systemnahe Aufgabe wirklich manuelle Zwischenschritte?
  4. Wenn du ohnehin gerade Enterprise-AI pilotierst, kannst du parallel vergleichen:
    • welche Szenarien eher zu Marvis passen
    • welche Szenarien weiter besser bei ChatGPT bleiben
    • welche Szenarien besser zu Claude passen

Wenn du aktuell eher daran arbeitest, Tencent-, GLM-, Kimi-, DeepSeek- oder StepFun-Modelle sauber in deinen eigenen Agent-Workflow einzubinden, dann schau dir zuerst diese Seiten an:

Mein endgültiges Urteil

Wenn ich meine Sicht auf Marvis vs. ChatGPT / Claude in einem Satz zusammenfassen müsste, dann wäre es:

Das Spannendste an Marvis ist nicht, dass es in jeder Disziplin stärker wäre, sondern dass es den Wettbewerb von „Wer chattet besser?“ auf „Wer kann systemnahe Büroaufgaben wirklich übernehmen?“ verschiebt.

Das ist wichtiger als ein reiner Intelligenzvergleich der Modelle. Denn in vielen Unternehmensszenarien ist die größte Hürde eben nicht, einen Text zu erzeugen, sondern:

KI tatsächlich näher an lokale Dateien, Betriebssystem, Desktop-Apps und Remote-Aufgaben zu bringen und dabei Datenschutz und Bestätigungsgrenzen nicht aus dem Blick zu verlieren.

Wenn dein Kernbedarf allgemeines Schreiben, Ökosystem und sehr lange Texte sind, bleiben ChatGPT / Claude stark. Wenn dein Kernbedarf aber lautet „KI soll sich im Unternehmen eher wie eine echte Assistenz anfühlen“, dann ist die Marvis-Route absolut ernst zu nehmen.

Referenzen